OK-Chef Trafelet vom Geländelauf am Bachtel

«Vielleicht brauchen wir einen längeren Schnauf»

Zum bereits 45. Mal findet der Geländelauf am Bachtel mit Start und Ziel beim Schulhaus Blatt in Tann statt. OK-Chef Stefan Trafelet erklärt, weshalb er angespannt ist, spricht über den Einfluss der WM auf die Anmeldungen und erzählt, wie er die Kinder noch glücklicher macht.

von
Oliver
Meile
Uhr

Am Sonntag geht der Geländelauf am Bachtel über die Bühne. Was heisst das für Sie als OK-Präsident des Anlasses?
Stefan Trafelet: Es steht noch relativ viel Detailarbeit an. Zum Beispiel Materialbestellungen oder Helfereinteilungen.

Wie angespannt sind Sie im Vorfeld?
Relativ stark. Auch wenn ich ein gutes Team im Rücken habe, trage ich letztlich die Verantwortung.
 
Auf der Startliste steht der einstigen Olympia-Teilnehmer und langjährigen Spitzenläufer Markus Ryffel. Steckt eine besondere Geschichte dahinter?
Nein, ich war auch überrascht, als ich seinen Namen las. Wir hatten keinen Kontakt und ich kenne den Grund nicht, weshalb er sich angemeldet hat. Ich hoffe, er kommt wirklich.

Wie häufig informieren Sie sich jeweils im Vorfeld einer Austragung über den Stand der Anmeldungen?
Täglich. Ich erhalte jeweils am Abend die aktuellsten Statistiken.

Ab welcher Zahl sind Sie zufrieden?  
Wir sind ein familiärer Lauf, ja gar der mit Abstand kleinste in der Zürilaufcup-Serie. Schaffen wir knapp 600 Anmeldungen, wäre das mega cool.

Das Wetter und andere Veranstaltungen in der Region haben jeweils Auswirkungen auf die Anmeldungen. Welchen Einfluss hat die Fussball-WM?
Keinen riesigen. Wer laufen will, macht das auch. Allenfalls verzichten einige Gelegenheitsläufer auf einen Start.

«Wir sind ein familiärer Lauf.»

Stefan Trafelet

Der Geländelauf ist innerhalb des Zürilaufcups ein Sonderfall. Er hat ein markantes Profil, das macht ihn anspruchsvoll. Um bezüglich Teilnehmerzahlen deutlich wachsen zu können, müsste man wohl die Streckenführung ändern. Ziehen Sie das in Betracht?
Das ist ein schwieriger Punkt. Wir haben uns beispielsweise überlegt, den Lauf statt am Sonntag am Samstag durchzuführen. Denn eine flachere Strecke zu finden ist nicht einfach. Man muss zudem festhalten: Lange sprach man von 400 Höhenmetern, die es zu bewältigen gibt, dabei sind es nur 170 m. Das ist nicht ultrahart. Die Rückmeldungen zahlreicher Läufer sind sehr gut, viele kommen nach ihrem ersten Start wieder. Mein Traumziel ist es, einmal 700 oder 800 Läufer begrüssen zu können. Die Infrastruktur dafür hätten wir. Vielleicht braucht es von unserer Seite aus einfach noch einen etwas längeren Schnauf.

Sie probieren am Geländelauf regelmässig Neues aus. Was haben Sie sich heuer einfallen lassen?
Für die Kinder gibt es Gratissirup und Gummischlangen. Damit machen wir sie hoffentlich noch etwas glücklicher.

Seit längerem gehört der Geländelauf zur bekannten 13-teiligen Zürilaufcup-Serie. Neu zählt er aber auch zum Masters Laufcup. Was erhoffen Sie sich davon?
Mehr Teilnehmer. Und zwar zwischen 60 und 100 Startern mehr.

Wie sieht die Zukunft des Geländelaufs am Bachtel aus?
Das ist die 45. Auflage. Mein persönliches Ziel ist es, sicher bis zum 50. Lauf weiterzumachen.

 

 

 

Autor: Oliver
Meile

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